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Wissenswertes zum Thema SCHLAGZEUG:

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· Metronom
· Notenstativ
· Sonstiges Zubehör
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» EQUIPMENT

Die Trommeln (Bass Drum, Snare Drum und Toms)
Heutzutage gibt es eine riesige Auswahl an verschiedenen Trommeln. Diese Auswahl betrifft sowohl die Materialien und Farben als auch die Größen. In den oberen Preisklassen kann man sich sein ganz persönliches Drumset nach eigenen Vorstellungen zusammenstellen und sogar anfertigen lassen (“Custom made”). Für einen Anfänger ist dies freilich in der Regel zu teuer und auch nicht notwendig. Jedoch gibt es auch im sogenannten Einsteigerbereich schon Drumsets, die professionellen Ansprüchen gerecht werden können. Die Herstellungstechniken haben sich in den letzten Jahren so weit verbessert, dass man auch mit günstigen Trommeln schon tolle Sounds erzielen kann. Das am häufigsten verwendete Material zur Herstellung von Trommelkesseln für das Drumset, insbesondere für die Toms und die Bass Drum, ist immer noch Holz. Dabei wird auf verschiedene Holzarten zurückgegriffen, wie z.B. Birke (Birch), Ahorn (Maple) oder auch Eiche (Oak). In der Regel bestehen alle Trommeln eines Drumsets aus dem gleichen Holz. Es gibt aber auch die sogenannten Hybrid-Kessel, die aus verschiedenen Hölzern hergestellt werden. Manche Trommelkessel werden auch komplett aus Kunststoff (Acryl) gefertigt. Diese Trommeln haben sich jedoch bei der breiten Masse der Schlagzeuger noch nicht durchgesetzt, zumal sie in der Anschaffung auch recht teuer sind.

Die Snare Drum verdankt ihren Namen den kleinen Metallspiralen an ihrer Unterseite, also am Resonanzfell. Diese Spiralen, die den Spiralteppich bilden, sorgen beim Spielen für den schnarrenden (snare = schnarren) Sound der Trommel. Man kann diesen Teppich mithilfe einer Hebevorrichtung an das Fell heran, oder vom Fell weg bewegen. Dementsprechend verändert sich der Sound der Snare. Es empfiehlt sich, den Spiralteppich nach dem Üben zu lösen, damit die Hebevorrichtung entlastet wird. Bei den Snare Drums werden Trommelkessel aus Holz und auch aus Metall angeboten. Es gibt unter anderem Snare Kessel aus Stahl (Steel), Blech (Brass) oder auch Bronze (Bronze). Bei einem Einsteiger Drumset handelt es sich bei der Snare Drum meist um einen Stahl-, oder Blechkessel. foto27-28-29

 

Die Bass Drum verdankt ihren Namen ihrem sehr tiefen Sound, der sich wiederum aus ihren großen Abmessungen und ihrem voluminösen Kessel ergibt. Dadurch klingt sie tief wie eine Bass-Trommel. Gespielt wird sie mit der Fußmaschine, an der sich ein Trommelschlegel, auch “Beater” genannt, befindet. foto-30-31

 

Ein Standard-Drumset ist üblicherweise mit drei Toms in verschiedenen Größen bestückt. Ein kleines, ein mittleres und ein tiefes Tom. Die Größen der Trommelkessel werden in der englischen Maßeinheit “Inch” (Deutsch: Zoll; 1 Zoll = 2,54 cm; das Zeichen dafür sieht aus wie Anführungsstriche: ” ) gemessen. Dabei wird üblicherweise Durchmesser x Tiefe des Kessels angegeben. Wenn man also beispielsweise von einem 10″ x 8″ Tom spricht, beträgt der Durchmesser des Kessels 10 Zoll und seine Tiefe 8 Zoll. foto-32b

Im Handel sind praktisch alle Größen erhältlich. Hier zwei Beispiele für ein Standarddrumset, wie es im Einsteigerbereich zu empfehlen ist:

20″ x 16″ Bass Drum
14″ x 5″ Snare Drum
10″ x 8″ High Tom
12″ x 10″ Middle Tom
14″ x 14″ Stand Tom
22″ x 18″ Bass Drum
14″ x 6,5″ Snare Drum
12″ x 10″ High Tom
14″ x 12″ Middle Tom
16″ x 16″ Stand Tom

Die Größe des Trommelkessels wirkt sich ganz entscheidend auf den Klang der Trommel aus. Größere Kessel klingen voluminöser, lauter und voller als kleinere Kessel, wobei aber auch die Holzart, die verwendeten Felle, die Stimmung und auch deine Spielweise ebenso großen Einfluss auf den Sound haben. Letztlich muss dein Geschmack darüber entscheiden, welche Trommelgrößen dein Drumset haben soll. Falls du schon weißt, welche Art von Musik du machen möchtest, solltest du auch das in deine Überlegungen einbeziehen. Dein Lehrer oder ein Verkäufer im Musikgeschäft wird dich da beraten und dir die Möglichkeit geben, verschiedene Trommelgrößen auszuprobieren.

Die Becken (Cymbals)
Bei den Becken verhält es sich ganz ähnlich, wie bei den Trommeln. Es gibt eine große Auswahl an verschiedenen Herstellern und Modellen. Meist werden von jedem Hersteller mehrere Beckenserien in unterschiedlichen Preisklassen angeboten. Innerhalb einer solchen Serie hat man dann wiederum die Möglichkeit unter etlichen Cymbals auszuwählen. Becken für Drumsets werden aus Metalllegierungen (z.B. Bronze) hergestellt, die für jede Art von Becken unterschiedlich beschaffen sind. Dies sind die wichtigsten und gängigsten Beckenarten:

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sowie Splash Becken und China Becken.

Auch die Becken werden in verschiedenen Größen Angeboten. In der Regel reichen diese vom 6″ Splash Becken bis zum 20″ Ride oder Crash Becken. Auch hier gilt, je größer, bzw. schwerer ein Becken ist, desto lauter und voluminöser klingt es. Für ein Einsteigerdrumset genügt beispielsweise folgende Bestückung

14″ HiHat Becken (“top” oberes Becken, “bottom” unteres Becken)
14″ oder 16″ Crash Becken
20″ Ride Becken

Auch hier sollte dein Geschmack, deine Spielweise und deine bevorzugte Musikrichtung darüber entscheiden, welche Becken du dir zulegst. Lass dich beraten und probiere in Ruhe aus.

Die Hardware

Als Hardware bezeichnet man sämtliche Metallteile am Drumset. Das sind also beispielsweise Tomhalterungen, Beckenstative oder auch die Fußmaschine. Üblicherweise sind diese Metallteile verchromt, sie werden aber auch in schwarzer Farbe angeboten, was allerdings etwas teurer ist.Bei der Hardware lohnt es sich, auf gute Qualität, das heißt, gute Verarbeitung und vor allem Stabilität zu achten und gegebenenfalls ein wenig mehr Geld dafür auszugeben. Die eine oder andere günstige Einsteigerhardware ist aufgrund mangelhafter Verarbeitung nicht sehr stabil und hält deshalb den Anforderungen des täglichen Gebrauchs langfristig nicht stand.Achte beim Einkauf darauf, dass du doppelstrebige Hardware bekommst, da sie viel mehr Stabilität verleiht, als einfache Hardware. Praktisch für das Crash Becken ist auch ein Stativ mit Galgen, weil sich die Position des Beckens damit viel flexibler einstellen lässt.Nach dem Üben solltest du die Flügelschraube, mit der das obere HiHat Becken an der Zugstange befestigt ist lösen, damit die Stahlfeder, die sich in der HiHat befindet, entlastet wird und nicht an Zugkraft verliert. Das Gleiche gilt für die Hebevorrichtung des Spiralteppichs an der Snare Drum. foto-34foto-08

Die Felle
Wenn du ein neues Drumset kaufst, sind schon Felle aufgezogen. Diese “Werksfelle” sind für den Anfang absolut ausreichend. Es genügt, wenn du dir erst nach einer Weile des Übens einen neuen und hochwertigeren Satz Felle zulegst.
Auch bei den Fellen gibt es dann ein großes Angebot an verschiedenen Modellen, aus dem man auswählen kann. Die modernen Trommelfelle sind aus Kunststoff gefertigt. Echte Naturfelle, z.B. aus Kalbfell, finden relativ wenig Verwendung, da sie auch recht teuer sind.
Generell unterscheidet man zwischen Schlag-, und Resonanzfellen. Das Schlagfell befindet sich an der Oberseite der Trommel, während das Resonanzfell an der Unterseite aufgezogen wird. Resonanzfelle sind wesentlich dünner und eigenen sich daher nicht als Schlagfell, da sie sehr schnell reißen würden.
Auch hier sollte wieder dein Geschmack und der Musikstil, den du verfolgst, entscheiden, welche Felle du auf dein Drumset aufziehst. Möchtest du z.B. relativ harte Rockmusik machen, ist ein dickeres, evtl. doppelschichtiges Fell gut geeignet. Spielst du Jazz, wäre ein dünnes, weißes und aufgerautes Fell zu empfehlen. Feste Regeln, was die Felle angeht gibt es jedoch nicht. Lass dich beraten und probiere verschiedene Felle aus. Mit der Zeit wirst du das Modell finden, das dir am besten gefällt.

Die Drumsticks

Es ist besonders wichtig, das du dich mit deinen Drumsticks wohl fühlst, denn schließlich hältst du sie beim Spielen in den Händen und hast somit ständigen Kontakt mit ihnen.
Die richtigen Drumsticks zu finden, kann eine lange Zeit in Anspruch nehmen. Die Auswahl ist riesengroß und man hat ständig die Qual der Wahl. Die Größen reichen von 7A (dünn und leicht) bis hin zu 2B (dick und schwer). Zu Beginn kann man mit der “Allround-Größe” 5A nichts falsch machen. Danach heißt es auf der Suche nach dem “perfekten Paar” immer wieder “suchen, ausprobieren, suchen, ausprobieren…”.
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Vor dem Kauf neuer Drumsticks, sollte man auf jeden Fall prüfen, ob die Sticks gleich lang und schwer, aber vor allem, ob sie gerade sind. Dazu kann man sie einfach auf die Ladentheke des Musikgeschäftes legen und ein paar Mal hin- und her rollen. Falls sie über den Tresen “holpern”, sollte man lieber die Finger von diesen Sticks lassen und sich ein anderes Paar aussuchen.
Ansonsten sollten die Stöcker, die du spielst, ganz deinem Geschmack und deinen Anforderungen entsprechen. Sie sollten nicht zu schwer, aber auch nicht zu leicht, nicht zu dick, aber auch nicht zu dünn sein. Wenn es sich anfühlt, als seien deine Sticks gewissermaßen eine künstliche Verlängerung deiner Arme, die so angenehm ist, dass du sie kaum spürst, dann hast du die richtigen Trommelstöcke für dich gefunden.
Wenn du das richtige Paar in deinen Händen hältst, wirst du es erkennen.

Der Hocker

Bei der Auswahl des richtigen Hockers gilt es vor allem darauf zu achten, dass du bequem sitzt und dass er sicher und fest steht. Auf einem unbequemen oder wackelnden Hocker wirst du dich die ganze Zeit unwohl fühlen, was sich unweigerlich auf dein Spiel auswirkt.Nimm dir also Zeit, einen passenden Hocker für dich zu finden. Er hat zwar keinen direkten Einfluss auf den Sound deines Drumsets, aber dafür auf dein Wohlbefinden während des Übens. foto-06

Das Metronom
Das Metronom, das auch Taktell genannt wird, ist ein Gerät, das beim Üben unverzichtbar ist. Es bietet dir die Möglichkeit, ein Tempo einzustellen, in dem es dann gleichmäßig klickt. Möchtest du also nun eine Übung in einem bestimmten Tempo spielen, stellst du das Metronom entsprechend ein und kannst dann mit deiner Übung beginnen.

Das Metronom wird dir vor allem dabei helfen, das jeweilige Tempo beim Spielen einzuhalten. Außerdem hörst du, an welchen Stellen du rhythmisch ungenau spielst, wenn deine Schläge nämlich vom Klicken des Metronoms abweichen. foto-12

Das Tempo in dem das Metronom klickt, wird in “Beats per Minute” (bpm, deutsch: Schläge pro Minute) gemessen. Wenn du es also beispielsweise auf das Tempo 80 einstellst, wird es 80- mal pro Minute klicken. In der Regel sind es die Viertelnoten, die durch das Klicken signalisiert werden, in einem 4/4 Takt also die Zählzeiten 1, 2, 3 und 4.
Moderne Metronome, die oftmals nicht größer als ein Taschenrechner sind, bieten allerdings noch weitaus mehr Möglichkeiten, als nur einfache Viertelnoten anzuzeigen. Sie können beispielsweise im Achtel-, oder Sechzehnteltempo, oder auch triolisch klicken. Auch ist es einstellbar, die Zählzeit “1” durch einen höheren Klick-Ton kenntlich zu machen, oder den Klick durch ein optisches Signal, wie etwa eine blinkende LED, zu unterstützen.
Lass dich am besten von deinem Lehrer oder einem Verkäufer in einem Musikgeschäft beraten, welches Metronom für dich das Richtige ist.
Das herkömmliche Pendelmetronom ist für Schlagzeuger übrigens nicht besonders gut geeignet, da sein Klick in der Regel zu leise ist. Optimal sind moderne Geräte die über einen Kopfhörerausgang verfügen. Auf diese Weise hast du den Klick immer direkt “im Ohr” und musst nicht leiser spielen, als gewöhnlich.

Das Notenstativ

Dein Notenstativ sollte vor allem einen stabilen Stand haben. Ein Stativ, das bei der kleinsten Berührung ins Schwanken gerät und umkippt macht wirklich keine Freude.Lass dich im Fachgeschäft beraten. Es lohnt sich, für das Notenstativ ein paar Euro mehr auszugeben. Und wenn du es gut behandelst, wird es dir viele Jahre erhalten bleiben. foto-07

Sonstiges Zubehör

Eine Tasche für die Drumsticks ist eine sinnvolle Anschaffung. Neben den Sticks kann man darin noch weitere wichtige Gegenstände aufbewahren, die man als Schlagzeuger ständig benötigt. Dazu gehören z.B. Stimmschlüssel, Staubtuch, Bleistift und Radiergummi, Ohrenstöpsel, Metronom oder auch eine kleine Taschenlampe.Wenn die Zahl der Auftritte zunimmt, lohnt sich die Anschaffung einer Sackkarre, die sich zusammenklappen lässt. Auch ein Rollbrett kann den oftmals langen Weg vom Auto zur Bühne sehr erleichtern. Insbesondere das Hardwarecase ist oftmals sehr schwer und damit unangenehm zu tragen. Als Alternative bieten sich Hardwarecases mit Rollen an. foto-37

 

Für den Transport des Drumsets sollte man sich Transportboxen, sogenannte Cases anschaffen, damit die Trommeln und Stative nicht verkratzen, oder auf andere Weise ernsthaft beschädigt werden. Für wenig Geld gibt es schon günstige Cases, die hervorragende Dienste leisten.
Im Hardwarecase sollte man immer eine Decke oder ein altes Bettlaken bereitlegen, um die Hardware vor dem Transport einzuwickeln. Das verhindert, dass die Stative beim Transport gegeneinander schlagen und zerkratzen.
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Eine Notenpultleuchte ist eine tolle Sache, wenn man viel nach Noten und gelegentlich auch auf schwach beleuchteten Bühnen spielt. Diese Leuchten lassen sich mit einer Schraubklemme am Notenstativ befestigen. Man erhält sie im Fachgeschäft.

Wenn man über die Anschaffung von Mikrofonen für die Abnahme des Drumsets nachdenkt, lohnt es sich immer, sich ausführlich über das Angebot zu informieren und beraten zu lassen. Es gibt schon für erstaunlich wenig Geld wirklich gute Schlagzeugmikrofone.

Für das Spielen zu Playalongs sollte man einen MP3-Player oder einen tragbaren CD-Player mit Kopfhörern verwenden. Aber Vorsicht bei großen Lautstärken! Lieber etwas leiser spielen, als das Gehör zu schädigen.

Ein weiterer, sehr nützlicher Ausrüstungsgegenstand ist das sogenannte Practice Pad. Auf diesem Übungspad kannst du beispielsweise deine Aufwärmübungen (Warm ups) absolvieren. In der günstigen Ausführung sind diese Pads häufig aus Holz und mit einem Kunststoff beklebt. Dadurch soll das Spielgefühl, das du von einer echten Trommel kennst nachempfunden werden. Dies gelingt zwar in der Regel nur bedingt, jedoch ist ein Übungspad in jedem Fall eine sinnvolle Anschaffung, um auch ohne Drumset Übungen ausführen zu können, z.B. für zu Hause, oder um sich vor einem Auftritt aufzuwärmen. foto39